Berufsunfähigkeits-Versicherung

Die Arbeitskraft ist das vielleicht wichtigste Potential des Menschen, sichert sie doch das monatliche Einkommen, und ermöglicht so den persönlichen Lebensstandard. Fällt dieses Kapital weg, ist der soziale Abstieg vorprogrammiert. Den finanziellen Verpflichtungen kann nicht mehr nachgekommen werden, oftmals droht die Schuldenfalle. Zwar sollen verschiedene soziale Sicherungssysteme wie die staatliche Erwerbsminderungsrente sicherstellen, dass auch bei Berufsunfähigkeit ein Auskommen sichergestellt ist, doch diese sind oft nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) oder Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BUZ) kann hier helfen, die Versorgungslücke zu schließen. Sie bilden eine sinnvolle Ergänzung zum Krankentagegeld und sogenannten Dread Disease-Policen. Im Rahmen des Altersvorsorgeschutzgesetzes, das am 1.7.2013 in Kraft trat, sind BU-Policen nun steuerlich absetzbar, Voraussetzung ist jedoch, dass lebenslange Rentenzahlungen gewährleistet sind.

 

Berufsunfähigkeitsversicherung Tarifvergleich 29. Mai 2017

 

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Angaben zum Tarif

Die Berufsunfähigkeitsversicherung soll die Versorgungslücke schließen, die Ihnen bei einem Gehaltsausfall entsteht.

Daher empfehlen wir, nicht weniger als 60-70 Prozent Ihres Nettogehaltes als monatliche Rente abzusichern, damit Ihre Grundversorgung garantiert ist.

Weiterhin sollte die Leistungsdauer Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung nicht vor dem Rentenalter enden, da die Gefahr einer Berufsunfähigkeit mit steigendem Alter ebenfalls zunimmt und ein gleitender Übergang zur Altersrente gewährleistet sein sollte.
Beginn der Vorsorge am
Gewünschte Höhe der
monatlichen Rente
Bis zu welchem Alter soll die
Rente gezahlt werden?

Persönliche Daten

Für die Berechnung des Beitrags Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung sind einige individuelle Angaben unerlässlich. So sind beispielsweise Ihr Alter und Ihr Berufsstatus entscheidende Beitragsfaktoren. Tragen Sie daher hier bitte wahrheitsgemäße Angaben ein.
Geburtsdatum*
Familienstand / Anzahl Kinder*
Berufsstatus*
Tätigkeitsschwerpunkt*
Mit * gekennzeichnete
Felder sind Pflichtfelder.

Versorgungslücke durch gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung

Bis zum Jahr 2001 war die Absicherung gegen die Berufsunfähigkeit in der gesetzlichen Rentenversicherung enthalten, danach wurde sie von einer Staffelung der Erwerbsminderungsrente abgelöst. Wer noch mindestens sechs Stunden am Tag arbeiten kann, erhält keinerlei Leistungen. Eine Arbeitskraft von drei bis sechs Stunden am Tag entspricht der halben Erwerbsminderungsrente, sinkt die Arbeitskraft auf unter drei Stunden täglich, kann die volle EU-Rente beantragt werden. Dennoch: Die EU-Rente wird nur anteilig gezahlt, sie beträgt maximal 35-40 Prozent des letzten Einkommens, Selbstständige besitzen gar keine gesetzliche Absicherung. Daher raten Verbraucherschützer: Jeder, der nicht vermögend ist und seinen Lebensunterhalt mit Arbeit verdienen muss, sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Hierbei ist der Zeitpunkt entscheidend; umso früher der Vertrag geschlossen wird, desto besser, denn Berufseinsteiger profitieren von besonders günstigen Prämien, zudem sind in jungen Jahren noch keine Vorerkrankungen vorhanden.

Berufsunfähigkeit vs. Erwerbsunfähigkeit: Die Unterschiede erklärt

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, sollte die Unterschiede zwischen den einzelnen Begriffen kennen.

  • Von Berufsunfähigkeit spricht man dann, wenn der erlernte Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann, etwa aufgrund einer Krankheit, Allergie oder einer Behinderung. In einigen Berufen ist das Risiko, im Laufe des Arbeitslebens berufsunfähig zu werden, höher. Dies ist beispielsweise bei Fahrzeugreinigern, Dachdeckern, Kraftfahrern oder Gerüstbauern der Fall.
  • Liegt eine teilweise Einschränkung der Arbeitskraft vor, spricht man von einer Erwerbsminderung. Hierbei sind in der Regel die Stunden wichtig, die Sie noch arbeiten können.
  • Im Gegensatz dazu bezeichnet die Erwerbsunfähigkeit das körperliche und geistige Unvermögen, den Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen. Sie ist unabhängig vom erlernten Beruf.
  • Bei Beamten spricht man von der Dienstunfähigkeit, sie müssen entsprechend eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließen.

Achten Sie bei Vertragsabschluss besonders auf die sogenannte abstrakte Verweisung, lassen Sie diese streichen. Ist diese im Vertrag enthalten, erhalten Sie nur dann Leistungen, wenn eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vorliegt, sie also weder in Ihrem alten noch in einem anderen Beruf arbeiten können. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte immer den Beruf absichern, den Sie zuletzt ausgeübt haben; auf diese Weise bleibt auch dann noch der Anspruch erhalten, wenn Sie umschulen oder zu einem anderen Arbeitgeber wechseln.

Absicherungsniveau konstant halten: Dynamisierung und Nachversicherung

Entscheiden Sie sich für eine Dynamisierung, so stellen Sie sicher, dass die Prämien und Leistungen in regelmäßigen Abständen an Ihre Lebenssituation angepasst werden, etwa bei Heirat, Geburt oder einem besser bezahlten Job. Experten empfehlen eine Beitragsdynamik von fünf Prozent alle zwei Jahre, um die Inflation auszugleichen und Gehaltssteigerungen Rechnung zu tragen. Haben Sie eine solche Beitragsdynamik vereinbart, werden die Prämien erhöht, im gleichen Maße erhöhen sich aber auch die Rentenansprüche (Leistungsdynamik). Wichtig ist außerdem die Nachversicherungsgarantie, mit dieser können Sie Versicherungsleistungen nachträglich anpassen lassen, ohne eine erneute Gesundheitsprüfung zu bestehen.

Zeitpunkt und Höhe der BU-Rente

Wählen Sie die Höhe der monatlichen Rente nicht zu niedrig, sie sollte sich an Ihrem Nettoeinkommen orientieren. Höher sollte sie ausfallen, wenn Sie über keine weiteren Einnahmequellen oder Rücklagen verfügen. Haben Sie das tatsächliche Rentenalter im Blick. Läuft der Vertrag zu früh aus, entsteht eine Versorgungslücke zwischen erwarteter Rentenzahlung und Berufsunfähigkeit. Achten Sie außerdem darauf, dass Rentenzahlungen rückwirkend gewährt werden, denn die Prüfung Ihres Anspruches dauert in der Regel einige Monate. Selbstständige sollten zusätzlich mit Krankentagegeld vorsorgen, um diese Wartezeiten finanziell überbrücken zu können. Um weiteres Kapital, etwa für den Todesfall aufzubauen, empfehlen sich Kombi-Versicherungen mit Kapitallebens- und Rentenversicherung. Wer diesen Risikoschutz nicht benötigt, ist mit einer Einzelpolice gut beraten.

 

Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen: Checkliste

  • Beantworten Sie alle Gesundheitsfragen ehrlich und vollständig. Machen Sie vorsätzlich falsche Angaben oder lassen unwissentlich Vorerkrankungen weg, kann der Vertrag gekündigt werden. Bei grober Fahrlässigkeit, den sogenannten “vertragsverhindernden Umständen” kann der Versicherer außerdem Leistungen ablehnen.
  • Haben Sie Allergien oder andere Vorerkrankungen, sollten Sie verschiedene Risikovoranfragen stellen, denn verschiedene Versicherer können unterschiedliche Einschätzungen abgeben. So schließen Sie eine Ablehnung aus.
  • Akzeptieren Sie keinen Leistungsausschluss für eine bestimmte Erkrankung. Stattdessen sollten Sie einen Aufschlag bezahlen. Vereinbaren Sie mit Ihrem Versicherer, dass dieser nach einer bestimmten Zeit aufgehoben wird.
  • Lesen Sie das Kleingedruckte genau und lassen nachteilige Klauseln ersatzlos streichen.
  • Entscheiden Sie sich möglichst früh für eine Berufsfähigkeitsversicherung. Für Berufsanfänger haben viele Versicherer günstigere Tarife.
  • Zur Einschätzung des Risikos der Berufsunfähigkeit und der Prämienberechnung unterscheiden die Versicherer drei Berufsgruppen. Hier wird zwischen Schreibtischarbeit, leichten sowie schweren körperlichen Tätigkeiten unterschieden. Lassen Sie die Tätigkeit versichern, die in Ihrem aktuellen Arbeitsvertrag angegeben ist. Sind Sie zum Beispiel Bürokaufmann, müssen aber tagtäglich körperlich schwere Arbeiten erledigen, kann es passieren, dass Sie unterversichert sind.

 

Preiswerte Berufsunfähigkeitsversicherung

 

 

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