Private Haftpflichtversicherung

Schnell ist es passiert: Die Vase ist zerbrochen oder der Holzboden in der Mietwohnung unwiderruflich zerstört. Jeder Mensch muss für Schäden haften, die er selbst zu verantworten hat. Ob diese mit Absicht entstanden sind oder nicht, spielt keine Rolle. Bei kleineren Schäden können die verursachten Kosten noch leicht selbst getragen werden, bei Autounfällen oder Hundebissen können die Kosten jedoch schnell in die Millionen gehen. Reicht das Einkommen nicht aus oder ist keinerlei Vermögen vorhanden, droht nun der finanzielle Ruin. Verbraucherschützer raten daher, unbedingt eine Privat-Haftpflichtversicheerung abzuschließen. Doch nur jeder dritte Deutsche besitzt diese wichtige Absicherung.

 

Private Haftpflichtversicherung Vergleich 23. Juli 2017

 

Versicherte Person
Ihr Alter
Versicherungssumme
Selbstbeteiligung
* Bitte beachten Sie, dass der Vergleichsrechner die verfügbaren Tarife vereinfacht anzeigt und keine Beratungsleistung darstellt. Sollten Sie spezielle Anforderungen haben, müssen diese auf den Seiten der Versicherer überprüft werden. Der genaue Text der Vertragsunterlagen ist für den Versicherungsschutz ausschlaggebend. Alle Angaben ohne Gewähr.

Diese Leistungen sollte die Privat-Haftpflicht beinhalten

Vor dem Abschluss der Verssicherung sollten Sie genau das Kleingedruckte lesen, auch beim Vergleich sollten Sie sich die Konditionen des Vertrags genau ansehen. Unter welchen Umständen springt die Versicherung ein? Sind Versicherungslücken vorhanden, sollten Sie diese mit passenden Zusatzpolicen füllen. Wichtig: Privat-Haftpflichtversicherungen bezahlen nur für Schäden im privaten Bereich.

  • Bei Personen- und Folgeschäden zahlt die Versicherung die Kosten für das Krankenhaus, aber auch Schmerzensgeld oder Rentenzahlungen sind hier eingeschlossen.
  • Auch Sachschäden sollten versichert sein. Werden Wertgegenstände beschädigt, bezahlt die Versicherung die Wertminderung, die Reparaturkosten oder den Nutzungsausfall.
  • Ersatzansprüche aus entgangenem Einkommen oder Gewinnen werden bezahlt, wenn Vermögensschäden versichert sind.
  • Nicht immer ist der Schaden sofort sichtbar. Daher sollten auch sogenannte Allmählichkeitsschäden integriert sein. Diese entstehen etwa durch Rauch, Ruß oder Feuchtigkeit. Mieter sollten sich außerdem gegen häusliche Abwässer absichern. Hier bezahlt die Versicherung dann, wenn Schäden durch verstopfte oder gebrochene Rohre entstanden sind.
  • Sinnvoll ist außerdem die Absicherung im Ausland sowie die Forderungsausfallversicherung. Letztere springt dann ein, wenn Sie selbst geschädigt wurden, der Schädiger aber nicht versichert ist.

Entsprechend Ihres persönlichen Bedarfs können Sie diese Standardklauseln durch weitere Policen ergänzen. So können Sie sich gegen Gefälligkeitsschäden absichern, oder auch gemietete oder gepachtete Gegenstände mit einbeziehen lassen. Die Absicherung gegen Mietsachschäden, Schlüsselverlust oder Schäden durch im Haushalt lebende Tiere ist ebenfalls denkbar.

So finden Sie den besten Tarif

Verschiedene objektive und persönliche Faktoren bestimmen, wie hoch oder niedrig der Versicherungsbeitrag ausfällt. Beim Vergleich der verschiedenen Anbieter sollten Sie daher besonders darauf achten, dass individuelle Filtermöglichkeiten zur Verfügung stehen. Umso genauer Ihre persönliche Lebenssituation erfasst wird, desto genauer kann ein maßgeschneiderter Tarif gefunden werden. Familienstatus, Kinder, Alter der Kinder sowie der Einfluss von besonderen Risiken haben großen Einfluss auf die Kosten. Wer seine Beiträge einmal im Jahr bezahlt, kann weiter sparen. Zudem erhalten bestimmte Personengruppen wie Senioren, Singles oder Beschäftigte im Öffentlichen Dienst Preisnachlässe. Wählen Sie einen Selbstbehalt von 150 bis 250 Euro; wenn Sie kleinere Sachschäden selbst bezahlen, sinkt der Beitrag ebenfalls. Ein Selbstbehalt ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie einen leistungsstarken Tarif gewählt haben oder Sie Zusatzleistungen nutzen wollen. Nicht geizig sollten Sie hingegen bei der Deckungssumme sein. Diese sollte drei Millionen Euro betragen, Mietsachschäden sollten mit mindestens 300.000 Euro versichert sein.

Vorsicht Haftungsausschluss!

Vor allem bei sehr günstigen Tarifen sind die Ausschlüsse sehr wichtig, hier sind alle Schadensfälle zusammengefasst, die nicht versichert sind. Fast immer ausgeschlossen ist die Kostenerstattung, wenn Sie einen Schaden fahrlässig oder mit Vorsatz verursachen. Auch bei Schäden, die bereits durch andere Versicherungen abgedeckt sind, bezahlt die Privat-Haftpflicht nicht. Wer Kinder hat, sollte außerdem über die Deliktunfähigkeit Bescheid wissen. Nach dem Gesetz sind Kinder erst ab dem siebten Lebensjahr voll schuldfähig. Verursacht Ihr Kind also einen Schaden, kann die Versicherung die Kostenerstattung ablehnen. Um dies zu vermeiden, sollten Sie die Deckung für deliktunfähige Kinder mit in Ihre Versicherung aufnehmen lassen.

 

Privat-Haftpflicht abschließen: Checkliste

  • Achten Sie darauf, dass die gesamte Familie mitversichert ist. Volljährige Kinder sind jedoch nur solange mitversichert, bis sie ihre (erste) Berufsausbildung oder ein Studium abgeschlossen haben. Wenn Sie mit einem neuen Partner zusammenziehen, prüfen Sie, ob nun eine Police ausreicht.
  • Wenn sich Ihre Lebenssituation ändert, müssen Sie dies Ihrem Versicherer umgehend mitteilen. Kaufen Sie etwa ein neues Haustier, erhalten Familienzuwachs oder legen sich Hauseigentum zu, können sich zusätzliche Risiken ergeben. Ändern Sie nun Ihre Police oder wechseln zu einem günstigeren Tarif.
  • Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen Ihre Privat-Haftpflichtversicherung. Besonders bei Altverträgen kann Bequemlichkeit teuer werden. Ist der Schutz noch ausreichend? Könnten Sie zu einem preisgünstigeren Anbieter mit identischem Leistungsangebot wechseln?
  • Wenn Sie flexibel bleiben möchten, schließen Sie Versicherungen mit einjähriger Vertragsdauer ab. Auf diese Weise können Sie regelmäßig neu vergleichen und bei Bedarf schnell und unkompliziert wechseln. Entscheiden Sie sich hingegen für eine längere Vertragsdauer, können Sie Rabatte erhalten. Kündigen Sie drei Monate vor Ablauf des Vertrags, wenn Sie wechseln möchten; verpassen Sie diesen Termin, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein Jahr.
  • Wenn Sie einen Schaden verursacht haben, sollten Sie dies innerhalb einer Woche Ihrer Versicherung mitteilen. Beschreiben Sie, wie es zum Schaden gekommen ist, auch Orts- und Zeitangaben sowie Angaben zum Geschädigten beschleunigen die Kostenerstattung. Unterschreiben Sie jedoch kein Schuldeingeständnis, solange der Schaden nicht anerkannt worden ist.

 
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