Gut versichert ins neue Jahr: Tipps für eine gute Privathaftpflicht-Police

Gut versichert ins neue Jahr: Tipps für eine gute Privathaftpflicht-Police

Jeder Deutsche sollte zu Beginn eines neuen Jahres seine Versicherungssituation unter die Lupe nehmen. Alte Policen sollten gelesen und auf die aktuelle Lebenssituation abgestimmt werden, um Unter- oder Überversicherung auszuschließen. Eine Privathaftpflicht zählt zum Standard-Versicherungspaket und darf in keinem Haushalt fehlen. Wer in diesem Jahr erstmals eine solche Police abschließen möchte oder den Anbieter wechseln will, sollte jedoch einige Dinge beachten.

Ältere Versicherungspolicen sollten in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Vor allem die Versicherungskonditionen sollten hierbei im Fokus stehen. Stimmt das Leistungspaket noch? Bei alten Verträgen kann es sein, dass nicht alle zugesicherten Leistungen schriftlich erfasst sind, hier sollten Kunden nachfragen, welche Fälle in welchem Umfang versichert sind. Liegt eine unzureichende Versicherung vor, sollte der Vertrag erweitert oder der Anbieter gewechselt werden. Grundsätzlich können alte Policen drei Monate vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt werden. Unterbleibt eine Kündigung, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr. Wer flexibel bleiben möchte, sollte generell nur Verträge mit einjähriger Laufzeit abschließen, jedoch räumen viele Versicherer Prämienrabatte bei längeren Laufzeiten ein. Zu einem der wichtigsten Aspekte bei der Privathaftpflicht gehört die Deckungssumme. Um Personen- und Sachschäden abzudecken, sollte die Versicherungssumme mindestens drei Millionen Euro betragen. Für Vermögensschäden genügt eine Deckungssumme von 100.000 Euro, Mieter sollten Sachschäden in der Mietwohnung mit mindestens 300.000 Euro absichern lassen. Umso höher die Deckungssumme, desto höher aber auch der Beitrag. Mit einem geringen Selbstbehalt kann er wieder gesenkt werden, hierbei werden kleinere Schäden selbst reguliert. Wurde die Versicherung einige Jahre nicht in Anspruch genommen, können weitere Rabatte fällig werden.

Der passende Tarif für alle Lebenslagen

Der Basisschutz ist bei fast allen Versicherern identisch. Unterschiede bestehen vor allem in den Zusatz- und Mehrleistungen. So benötigen Eltern andere Leistungen als Kinderlose, Mieter brauchen andere Tarife als Eigentümer. Eltern sollten Familientarife auswählen, in denen die Kinder beitragsfrei mitversichert sind. Wer einen Single-Tarif wählt, sollte beim ersten Nachwuchs den Versicherer informieren und den bestehenden Tarif an die neue Lebenssituation anpassen lassen. Sind die Kinder noch klein, sollte eine Zusatzabdeckung für deliktunfähige Kinder vereinbart werden. Typische Zusatzleistungen sind außerdem Schlüsselverlust, Mietsachschäden, Schäden im Ausland, Gefälligkeitsschäden oder die Ausfalldeckung. Letztere greift dann, wenn der Versicherungsnehmer selbst geschädigt wird, der Schädiger aber keine Haftpflichtversicherung besitzt. Während Kleintiere wie Katzen oder Wellensittiche über die Haftpflichtversicherung abgedeckt sind, ist für Hunde- und Pferdebesitzer eine Zusatzpolice nötig. Bedeutend sind außerdem die Leistungsausschlüsse. So sind Schäden am Mobiliar meist nicht versichert, hier ist eine Hausratversicherung besser. Schäden an Fahrzeugen werden durch die Kfz-Versicherung abgesichert.

>>> Private Haftpflichtversicherungen im Vergleich 19.10.2021

Bewertungen
[Gesamt: 7 Durchschnitt: 4.9]