Immobilienkredit: In diesen Städten lohnt der Wohnungskauf

Immobilienkredit: In diesen Städten lohnt der Wohnungskauf

Das Häuschen im Grünen oder die schicke Eigentumswohnung in der Stadt ist noch immer ein Wunschtraum vieler Deutscher. Dass die langgehegte Hoffnung nicht immer wie eine Seifenblase zerplatzen muss, wissen hingegen die wenigsten. In vielen Städten ist es besser, die monatliche Miete lieber in die Finanzierung von Wohneigentum zu stecken. Zu diesem Ergebnis kommt nun die Stiftung Warentest.

In der aktuellen „Finanztest“-Ausgabe (08/2013) sind die Experten der Frage nachgegangen: Kaufen oder mieten? Grundlage der Analyse bildete die Datenbank des Verbandes der Pfandbriefbanken (vdp), hier sind 900.000 Immobilienkäufe der letzten zehn Jahre erfasst. Indem die Kaufpreise und Mieten in 30 Städten und 20 Landkreisen gegenübergestellt wurden, ermittelten die Experten eine objektive Antwort. Demnach sind die Bedingungen in vielen Städten ideal, hier ist es günstiger zu kaufen, anstatt zu mieten. Vor allem in ländlichen Regionen lohnt der Immobilienkauf, hier liegen die Kaufpreise deutlich unter denen in der Stadt. Mancherorts sind die Kaufpreise – entgegen des Trends – sogar gesunken, etwa im Landkreis Harz. Doch nicht nur im Vergleich Stadt-Land zeigen sich deutliche Unterschiede, auch bei den Städten selbst stellten die Experten drastische Ungleichheiten fest. Anhand einer Beispielrechnung Frankfurt am Main/München wird deutlich, dass das Wohnen zur Miete zwar komfortabel, aber nicht immer die preisgünstigere Lösung ist. So kostet ein Quadratmeter in München 4.530 Euro, in der hessischen Metropole aber nur 3.120 Euro. Die Nettokaltmieten sind in beiden Städten hingegen sehr ähnlich. Frankfurter profitieren also von einem Immobilienkauf, Münchner sollten lieber mieten.

Mieten oder Kaufen? – Wichtige Entscheidungskriterien

Vor allem das Verhältnis aus Mietzahlungen und Kaufpreis ist entscheidend. Muss ein Mieter weniger als 20 Nettokaltmieten für den Kauf einer Immobilie aufwenden, ist dies ein positiver Indikator für Wohneigentum. Aber auch wenn das Verhältnis ungünstig liegt, kann der Kauf lohnen, nämlich dann, wenn der Wert der Immobilie stetig steigt. In diesem Fall sollten potentielle Käufer vor allem die Renditeerwartungen einschätzen. Gewinnt die Immobilie zwei Prozent oder mehr im Jahr an Wert, lohnt der Kauf. Unabhängig davon, ob die Voraussetzungen günstig sind oder nicht, sollte jeder, der vom Eigenheim träumt, genau planen und seine Lebenssituation analysieren. Wie viel Eigenkapital ist vorhanden? Wie hoch sind die Immobilienpreise in der Stadt der Wahl? Mit welcher Art der Finanzierung soll der Wunsch ermöglicht werden? Ist ein Kauf mit dem derzeitigem Einkommen realistisch? Unabhängige Beratungen bieten die Verbraucherzentralen an.

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