Wie die Null-Euro-Note zum Bestseller wurde

Wie die Null-Euro-Note zum Bestseller wurde

Es klingt wie ein Aprilscherz, ist aber doch Realität. Haben Sie schon einmal von einem Null-Euro-Schein gehört? Auch, wenn man es kaum glauben mag, es gibt diesen Schein tatsächlich und das nicht als Muster-Spielgeld, sondern als Geldnote von der Bundesbank sozusagen zertifiziert. Wahrscheinlich schütteln Sie gerade verwundert den Kopf darüber, was unsere moderne Welt für Skurrilitäten bereit hält, tatsächlich ist die Null-Euro-Note sogar ein echter Verkaufsschlager und kommt aus einer Hafenstadt in Norddeutschland.

Wie kam es also dazu, dass ein Null-Euro-Schein aufgelegt wurde, was steckt dahinter? Die Stadt Kiel zeichnet sich für diese wundersame Geldnote, die salopp gesagt nichts wert ist, aber trotzdem 2,50 Euro kostet, verantwortlich. Es handelt sich um eine Idee des Stadtmarketings der Stadt Kiel. Die Vorderseite der Null-Euro-Note bildet die Gorch Fock ab, während auf der anderen Seite des Scheins verschiedene Wahrzeichen europäischer Hauptstädte der EU abgebildet sind. Auf der ungewöhnlichen Note finden sich alle relevanten Sicherheitsmerkmale, wie auf anderen Euro-Noten auch, etwa einen Sicherheitsfaden und ein Wasserzeichen. Die Farbgestaltung der Kieler Null-Euro-Note ist an die 500-Euro-Note angelehnt. Ein Zahlungsmittel ist die Note nicht, sondern reines Sammelobjekt. Die erste Auflage der besonderen Sammelnote erfuhr reißenden Absatz und war mit nur 5.000 Exemplaren deutlich kleiner, als bei der im August erschienenen zweiten Auflage mit 30.000 Null-Euro-Scheinen.

Ein Paradox: Null-Euro-Note als Geldanlage

Wahrscheinlich reiben Sie sich noch immer die Augen über das gerade Gelesene, aber es ist Fakt, die Null-Euro-Note des Kieler Stadtmarketings hat sich inzwischen sogar zum Anlageobjekt entwickelt. Bei Erscheinen der zweiten Auflage gab es im Vorfeld schon 16.000 Vorbestellungen. Online auf Sammlerplattformen werden die Noten schon für bis zu zweistellige Werte gehandelt, ein ordentlicher Wertzuwachs für einen Geldschein ohne realen Gegenwert. Aufgrund des Erfolgs ist eine dritte Auflage der besonderen Note mit noch mehr Exemplaren mehr als wahrscheinlich.

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