Wohn-Riester: Hauseigentümer profitieren von Änderungen 2014

Wohn-Riester: Hauseigentümer profitieren von Änderungen 2014

Auch 2014 bringt eine große Anzahl neuer gesetzlicher Regelungen mit sich. Einige davon betreffen die Eigenheimrente, auch als Wohn-Riester bezeichnet. Wer bereits einen solchen Riester-Vertrag besitzt, profitiert ab diesem Jahr besonders. Alle Änderungen im Überblick.

Die Eigenheimrente ist zur beliebtesten Form der staatlich geförderten Altersvorsorge geworden. Mehr als 15 Millionen Riester-Verträge gibt es derzeit in Deutschland, 1,1 Millionen Wohn-Riester-Verträge. Tendenz stark steigend. Die Variante der Riester-Rente erhält ab 1. Januar eine verbesserte steuerliche Förderung. Das einmal eingezahlte Vermögen in den Vertrag kann nun noch flexibler eingesetzt werden. So können Versicherte das angesparte Kapital entnehmen, ohne die steuerliche Förderung zu verlieren. Auf diese Neureglungen weist die „Finanztest“ in ihrer Januar-Ausgabe hin. Demnach profitieren vor allem Hauseigentümer mit Riester-Vertrag. Sie können ihr Guthaben nun für die Entschuldung der Immobilie nutzen, und dies ganz unabhängig davon, in welcher Form das Geld angelegt ist. Die bisherige Regelung sah vor, dass das angesparte Riester-Kapital erst mit Renteneintritt genutzt werden kann. Dieses Prinzip wurde mit der Wohn-Riester bereits durchbrochen, ab diesem Jahr können alle Besitzer eines Riester-Vertrags ihr Kapital freier einsetzen. Ab 1. 1.2014 dürfen alle Eigentümer das staatlich geförderte Darlehen frei nutzen. Bislang bestand dieses Recht nur für Immobilienbesitzer, die ihr Eigentum nach dem Jahr 2008 erworben hatten. Ebenfalls neu: Mit dem angesparten Kapital können altersgerechte Umbauten finanziert werden. Voraussetzung: Mindestens 3.000 Euro müssen bereits in den Vertrag einbezahlt worden sein.

Staatliche Förderung in Anspruch nehmen

Anfang Februar endet die Frist, um die staatliche Förderung für die letzten zwei Jahre in Anspruch nehmen zu können. Sparer müssen sich selbst um die Zulagen kümmern und diese bei dem jeweiligen Anbieter beantragen. So erhalten Riester-Versicherte eine Grundzulage von 154 Euro im Jahr. Zusätzlich bekommen sie 185 Euro für jedes Kind, das vor 2008 geboren wurde. Zusätzlich 300 Euro erhalten Sparer mit Kindern, die nach dem Jahr 2008 geboren wurden. Unter-25-Jährige erhalten außerdem einen einmaligen Starter-Bonus. Auf Antrag können diese Zuschüsse bis zu zwei Jahre rückwirkend gewährt werden. Damit die staatlichen Zulagen nicht verloren gehen, sollten Versicherte bereits bei Vertragsabschluss einen Dauerzulagenantrag stellen. Das Recht, die staatlichen Zuschüsse nutzen zu können, besteht jedoch erst dann, wenn jedes Jahr vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens in den Vertrag eingezahlt werden – maximal jedoch 2.100 Euro im Jahr. Hinzu kommt, dass nur zertifizierte Tarife förderungswürdig sind. Bei ihnen muss die laufende Tilgung mindestens ein Prozent betragen, nur selbstgenutzte Immobilien erhalten staatliche Zuschüsse.

>>> Riester Rente Tarifvergleich 2014

Bewertungen
[Gesamt: 0 Durchschnitt: 0]

Die Deutschen und das liebe Geld – warum Sparstrumpf und Sparbuch ausgedient haben

Die Deutschen und das liebe Geld – warum Sparstrumpf und Sparbuch ausgedient haben

Jahr für Jahr gibt es Studien und Untersuchungen zum Anlageverhalten der Menschen in Deutschland. Nach wie vor wächst das Sparvolumen jährlich um einige Prozentpunkte an, doch noch immer liegen viele Gelder ungenutzt auf zinslosen Girokonten oder gar versteckt daheim in der Sockenkommode in Form des Sparstrumpfs. Ein Viertel des privaten Geldvermögens in Deutschland liegt nach […]

Weiterlesen

Hamburger Grüne wollen mehr Transparenz für die Riester-Rente

Hamburger Grüne wollen mehr Transparenz für die Riester-Rente

Die staatlichen Zuschüsse für Riester-Verträge kosten den Staat jedes Jahr mehrere Milliarden Euro. Für den Versicherten springen unter dem Strich jedoch nur wenige Vorteile heraus. Nach einem Vorschlag der Hamburger Grünen soll das Altersvorsorgemodell nun noch einmal verbessert werden. Sie fordern eine Bundesratsinitiative. Anfang Januar hatte der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion Dr. Anjes Tjarks, das […]

Weiterlesen