Zinsranking im Juni: VW Bank Neukunden erhalten nur noch 1,40 Prozent Zinsen

Zinsranking im Juni: VW Bank Neukunden erhalten nur noch 1,40 Prozent Zinsen

Der Negativtrend im Bereich kurzfristige Geldanlagen setzt sich weiter fort. Im Juni haben zahlreiche Anbieter ihre Zinsen für Tagesgelder erneut gesenkt. Auch die Volkswagen Bank bezahlt Neukunden nun weniger für Erspartes.

Nicht mehr nur Bestands-, sondern auch Neukunden müssen mit den Entscheidungen der internationalen Finanzpolitik und dem niedrigen Leitzins leben. Seit dem 20. Juni fiel beim Kennenlernangebot für das „Plus Konto TopZins“ der VW Bank der Zinssatz von vormals 1,60 auf nun 1,40 Prozent. Dieser Zinssatz wird bis zu einem Guthaben von 50.000 Euro garantiert, er gilt jedoch für maximal sechs Monate nach Eröffnung eines Tagesgeldkontos. Noch niedriger fällt der Zinssatz bei Einlagen über 50.000 Euro aus, er beträgt dann nur noch 0,70 Prozent. Zuvor senkte die Bank bereits den Zinssatz für Bestandskunden von 0,90 auf nun 0,70 Prozent. Mit der aktuellen Zinssenkung fällt das Tagesgeldkonto im Zinsrankung ab, andere Anbieter bieten höhere Zinsen – obwohl auch sie stark abgesenkt haben. So bietet die MoneYou-Bank aktuell 1,55 Prozent auf Tagesgelder, die Verzinsung findet einmal im Quartal statt, eine Mindesteinlage ist nicht vonnöten. Bei der Renault Bank erhalten Kunden 1,50 Prozent für ihre Spareinlagen, die Zinsgutschrift erfolgt monatlich. Ebenfalls 1,50 Prozent bieten die DAB Bank, ING-DiBa, noch etwas weniger offeriert die Bank of Scotland, mit 1,40 Prozent.

Zinshopping nicht immer von Vorteil

Dass der schnelle Wechsel zwischen verschiedenen Tagesgeldkonten nicht immer der richtige und ideale Weg ist, zeigt eine aktuelle Auswertung der FMH-Finanzberatung im Auftrag der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Im Rahmen der Analyse wurde die Verzinsung verschiedener Anbieter über einen Zeitraum von zehn Jahren untersucht. Kunden, die diesen Zeitraum einem Anbieter treu geblieben waren, konnten eine durchschnittliche Rendite von 2,32 Prozent verzeichnen. Wurden 10.000 Euro angelegt, blieben nach zehn Jahren 12.575, inflationsbereinigt immerhin 10.675 Euro zurück. Wer also lange einem Anbieter treu bleibt und nicht bei jeder Neukundenaktion wechselt, muss nicht zwangsläufig mit Einbußen rechnen. Innerhalb der Analyse belegte die VW Bank den zweiten Platz, hier konnten Kunden die zweithöchsten Zuwächse für ihr Erspartes erzielen. Weitere Vorteile bei der Entscheidung für Deutschlands größte Autobank: Es fallen keine Gebühren an, Kündigungsfristen müssen nicht beachtet werden, sollte dennoch mal ein anderer Anbieter mit unschlagbar hohen Zinsen zum Wechsel verlocken.

Aktuelle Tagesgeldzinsen am 14.11.2018